Rückblick auf unsere Kirmes 2016

 

Bereits zu Beginn des Jahres schien die Organisation für unser Hauptevent abgeschlossen zu sein.

 

Falsch gedacht...ein paar Wochen vor der Kirmes kam der erste Anruf...eine Absage...weitere Anrufe dieser Art folgten. Unser Vorstand hatte alle Hände voll zu tun, um neu zu planen bzw. mussten sie umorganisieren.

Doch „auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen“ – und mit dieser Einstellung ließen wir uns nicht aus der Bahn werfen.

 

Der Kirmesmontag kam und – anders als in den vergangenen Jahren – wurde das Festzelt aufgebaut. Als der Gemeindeplatz gegen 17Uhr dann endlich geräumt war, konnte  das Team vom Zeltverleih Reinhardt aus Geismar mit dem LKW und Kranwagen loslegen. Unsere Kirmesburschen packten natürlich kräftig mit an und bekamen dabei tatkräftige Unterstützung einiger Feuerwehrleute.

Nach ca. 3-4 Stunden stand das Zelt – pünktlich zum Eintreffen der Dunkelheit.

Während die Männer ordentlich schwitzten, kümmerten sich die Kirmesmädels um das leibliche Wohl und versorgten alle fleißigen Helfer. Die erste Hürde war geschafft und wir konnten uns auf die Schulter klopfen.

 

Am Dienstag war der erste Pflichttermin – 20Uhr Kirmesantrinken im Kirmesraum. Dieser Abend begann zunächst ruhig und geschmeidig und endete mit einem leeren Bierfass, mehreren leeren Schnapsflaschen und einem kaputten Couchtisch – „mit Verlusten ist zu rechnen“

Wir haben uns vor Lachen die Bäuche gehalten, was an diesem Abend noch so geschah ist jedoch streng geheim ;-)

 

Mittwoch wurde genutzt, um diverse Besorgungen zu erledigen. Am Abend trafen wir uns zu einer ersten Generalprobe für unseren Auftritt und im Anschluss daran wurde was zu essen bestellt. Santa Lucia und Salza Treff profitierten in dieser Woche ebenso von unserer Veranstaltung J

 

Am Donnerstag ging es dann weiter – 8Uhr Treffpunkt für die Männer zum Bäumchen holen. Dieser Ausflug trieb allen Burschen ein Lächeln ins Gesicht – unter sich und ohne Weiber hatten sie jede Menge Spaß. Wie Befohlen brachten sie für jedes Kirmesmädchen eine wunderschöne Birke mit nach Hause, die sie selbstverständlich sogar gentleman-like an jedem Haus der Damen aufstellten.

Nachdem dies erledigt war, gab es Mittag an der Feuerwehr und hier mussten auch gleich die Vorbereitungen für den Fackelumzug getroffen werden.

 

Dieser begann nämlich 18Uhr am tegut Parkplatz. Die Original Kettenburger liefen vornweg und machten ordentlich Rabatz, damit auch jeder wusste „Jetzt beginnt offiziell die schöne Kirmeszeit in Gräfentonna“. An der Feuerwehr angekommen wurde das große Feuer entfacht und – ohweh…es entstand eine rießige Rauchwolke, die anfangs alle Besucher erschrecken lies. Doch diese Wolke verzog sich dann doch recht schnell, jedoch hinterließ sie ihre Spuren – wie wenig  später sichtbar wurde.

Kapelle, Kirmesgesellschaft und viele Bewohner des Ortes kamen an der Feuerwehr an und es begann auch gleich heftiger Andrang am Rost und Bierwagen. Wir hatten alle Hände voll zu tun und die Kinder nutzten die Gelegenheit, um sich auf der Hüpfburg auszutoben. Als die ersten Kinder jedoch mit fleckigem Gesicht und voller Ruß aus der Hüpfburg kamen, war den Eltern nicht mehr zum Lachen zumute. Für dieses Malheur möchten wir uns in aller Form entschuldigen – auch wenn wir nichts dafür konnten, hoffen wir, dass uns dies niemand übel nahm.

 

Freitag früh wurde aufgeräumt, geschmückt, eingekauft, Tombola-Preise verpackt und noch einmal geprobt. Die Zeit rannte und schon nach wenigen Stunden standen wir in unseren Kirmes-Poloshirts im Festzelt. Nachdem wir unsere Freunde von Premium Security und auch Christian Röhl – der sich um das Essen kümmerte – begrüßt haben, besetzten wir die Eintrittskasse und kurz nach 21Uhr ging es auch schon los. Erstmals gab es stylische Stoffbändchen zur Disco, die weg gingen wie warme Semmeln J

Es entstand eine Schlange an der Kasse und das Zelt füllte sich relativ schnell. Patapon (einer der heißen Typen von den oldschoolrockerz) brachte die Menge schon ordentlich zum kochen. Als Olli und Maria von Anstandslos & Durchgeknallt dann endlich da waren freute sich ein Kirmesmitglied von uns besonders – es ist doch immer wieder schön, wenn die Kirmesherzen höher schlagen J

Die Stimmung war bombastisch, der Schweiß tropfte nahezu von der Decke. Alle Feierwütigen sind vollends auf ihre Kosten gekommen und nachdem der letzte Titel gespielt wurde, ging es für alle nach Hause. So geilo der Abend auch war, so froh war – vor allem – die Kirmesgesellschaft über den „Feierabend“, denn bereits 7Uhr am nächsten Tag / also etwa 2 Stunden später war wieder Treffpunkt zum Ständchen.

 

Unser ehemaliger Kirmeschef Heiko hat sich um das Frühstück gekümmert und gemeinsam mit seiner Sabine und mit Martina ein zauberhaftes Buffet an – mit Liebe geschmierten - belegten Brötchen und frischem Kaffee gestellt.

Gestärkt und noch etwas müde machten wir uns dann gemeinsam mit den Würfel-Brüdern Ingo und Peer, den Originalen Kettenburgern und ein paar Bläsern der Zackerländer auf den Weg, um jedem Haus ein Ständchen zu geben – zumindest denen, die zu Hause waren und die Tür für uns öffneten. Das Wetter hielt sich anfangs noch gut, doch schon bald kam es wie aus Kannen herunter. Die Kapelle zog durch und erst in der Fasanerie bei Schneppe konnten sie sich alle ausruhen. Es gab – ganz traditionell – Klöße, Gulasch und Rotkraut und Steffen hat sogar den Ofen angemacht, sodass die Männer in kuscheliger und gemütlicher Atmosphäre speisen konnten – dieses Gefühl à unbezahlbar.

 

Die Kirmesmädels verabschiedeten sich an dieser Stelle und eilten in den Kirmesraum, denn dort warteten Janine und Maria unsere – sagen wir mal kirmeseigenen Stylisten J

Wir wurden aufgehübscht und halfen uns gegenseitig in die Kleider. Als die Männer – nass wie die Ratten – vom Ständchen ankamen, musste der Lumpensammler von Ingo noch fix leer geräumt werden und dann gab es eine warme Dusche. Top gestylt und schick im Anzug standen unsere Männer dann wenige Minuten später in der Tür.

 

Katja stand mit der Camera bereit, um die Kirmes-Paar-Fotos zu schießen. Diese fielen sprichwörtlich ins Wasser. Es hat einfach nicht aufgehört zu regnen und im Festzelt war das Licht miserabel. Eine Alternative bot sich an, mit der niemand wirklich zufrieden war – aber hey – Kirmes ist nur einmal im Jahr und aus diesem Grund ließen wir uns nichts vermiesen und wollten den Abend einfach nur genießen.

 

Im Zelt gab es das erste Lob unserer Gäste „Toll seht ihr wieder aus/ so schick/ eure Kleider sind traumhaft…“ Dieses Lob steckten wir uns natürlich gern ein und lies unsere Laune wieder steigen.

Die Gäste kamen, nahmen ihre Plätze ein und es konnte los gehen – der traditionelle Kirmes-Einmarsch. Das war der Zeitpunkt an dem alle voller Adrenalin waren, denn alle Augen im Zelt waren auf uns gerichtet. Zugleich war es aber auch toll, kräftigen Applaus von unseren Gästen zu bekommen. Mit der „Partyband Glücklich“ verbrachten wir einen wunderschönen Abend, wir haben getanzt, gelacht – uns auch mal 5min ausgeruht. Unser Auftritt kam anscheinend auch relativ gut an – was wir so nicht gedacht hätten, da wir erstmals wenige TAGE vor der Kirmes damit angefangen haben zu proben. Aber ein Auftritt der Kirmesgesellschaft gehört zu einem Tanzabend einfach dazu.

 

Wie auch in den vergangenen Jahren durften wir uns vom Showtanz des LCC verzaubern lassen und auch dieser kam dieses Jahr wieder sehr gut bei unserem Publikum an.

An dieser Stelle ist auch zu erwähnen, dass die Kirmesgesellschaften Eckardtsleben, Burgtonna und (wie soll es auch anders sein) Nägelstädt für ordentlich Stimmung gesorgt haben – DANKE dafür, wir sehen uns zu eurer Kirmes.

 

Nach diesem wunderschönen Tanzabend fielen wir ins Bett und konnten um die 5 Stunden schlafen – ein unbeschreiblich tolles Gefühl J

 

Sonntag früh ging es weiter. Der wohl schönste Tag zur Kirmes, weil unsere Freunde, die „Original Thüringer Oldies“ zu Gast waren und uns den ganzen Frühschoppen-Tag mit Blasmusik unterhielten. Lifte kennt jeder und jeder kennt Lifte, wenn er einen genaschelt hat wird’s lustig und da bleibt kaum jemand auf seinem Platz sitzen. Auch in diesem Jahr hat er es geschafft, dass sich jeder im Zelt wohl gefühlt hat. Das Bier ist in rauen Mengen geflossen und wir, die Kirmesgesellschaft, nutzten den letzten Tag und gaben nochmal ordentlich Vollgas. So gab es eine Schnapsrunde nach der nächsten – wer schon mal Kirmes mitgemacht hat, weiß, dass man am Sonntag unsterblich ist und seeeeehr viel verträgt.

 

Nachdem der Titel des stärksten Kirmesgastes dieses Jahr nach Großfahnern ging (Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle noch einmal von uns an dich Schöni), und Eddas Tanzmäuse ihre Tanzkünste präsentiert haben, mussten die Kirmesmädchen durch Lifte sein Horn blasen – das hört sich ja verrückt an J

Die Zeit rückte immer näher und es hieß „Kirmesbeerdigung“ – das macht niemand gern. Als auch das vorbei war, auch die letzten Gäste nach Hause gingen, und das Thekenteam sich verabschiedete, rockte der harte Kern der Kirmesgesellschaft noch einmal so richtig ab und gegen 22Uhr war dann Schluss. Wir schlossen die Zeltplanen und verließen das Gelände in Richtung Heimat.

 

Auch wenn es hinter den Kulissen nicht so rosig aussah und wir oft Bedenken hatten, ob es dieses Jahr überhaupt noch was wird, so ist die Kirmes einfach tadellos gelaufen. Sicherlich hat irgendjemand was zu meckern, sei es die Lautstärke im Zelt gewesen, das Bier oder die überschwemmten Toiletten – Freunde, wir haben alle Kraft in dieses Wochenende gelegt und wir sind der Meinung, dass wir unseren Sache zufriedenstellend erledigt haben. (Sachliche) Kritik nehmen wir gern an – Hilfe ebenso. Und an dieser Stelle ist es wohl auch mal an der Zeit, dass wir uns vor allem bei den Altkirmesburschen für die Unterstützung bedanken – ohne euch wäre das nicht alles möglich gewesen.

 

Wer Blut geleckt hat und Lust hat, unserem Verein beizutreten, der ist selbstverständlich gern gesehen. Bedenkt bitte jedoch, dass es nicht nur darum geht zu feiern, es steckt wesentlich mehr dahinter.

 

 Wir freuen uns auf die Kirmes 2017 und verabschieden uns herzlich.